Stolperstein für Max Neger

27 neue Stolpersteine wurden am 6. Mai 2021 an 13 Orten in Chemnitz neu verlegt. Damit sind es nun stadtweit insgesamt 259 dieser messingfarbenen Stolpersteine, die seit mehr als 27 Jahren an Menschen erinnert, die in Europa Gräueltaten von Nationalsozialisten ausgesetzt waren.

In Gedenken an den ukrainischen Kaufmann Max Neger und seine Familie befinden sich auch drei dieser Stolpersteine vor unserem Wohnhaus in der Gustav-Freytag-Straße 26. Begleitet wurde die Verlegung der Stolpersteine unter anderem vom Mittweidaer Historiker Dr. Jürgen Nitsche. Als Mitglied der Koordinierungsstelle “Stolpersteine für Chemnitz”, Beirat des Vereins “Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz”, Gründungsmitglied der “Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft” mit Sitz in Chemnitz und Mitglied des Kuratoriums Gedenkstätte Sonnenstein beschäftigt er sich mit den Schwerpunkten Geschichte der Juden in Sachsen, insbesondere in der NS-Zeit.

Nähere Informationen über alle in der Stadt verlegten Stolpersteine und zu Patenschaften gibt es im Internet unter der Adresse www.chemnitz.de/stolpersteine.

Stolpersteine für Max Meschulim Neger, Charlotte Neger und Siegfried Neger

Der Kaufmann Max Meschulim Neger gründete in den 1920er Jahren eine kleine Strumpfwarenfabrik. Als polnischer Staatsbürger wurden er, seine Frau Charlotte Neger und der gemeinsame Sohn Siegfried Neger am 28. Oktober 1938 nach Polen ausgewiesen. Sie siedelten sich in der Stadt Lemberg (Lwów) an. Nachdem Lemberg am 30. Juni 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde, verliert sich die Spur der Familie. Fast alle Lemberger Juden wurden unter anderem in dem von den Nationalsozialisten eingerichteten Sammellager Lemberg in den darauffolgenden Jahren ermordet – sehr wahrscheinlich auch Familie Neger.